Die guten Vorsätze
Endlich das Rauchen aufzugeben, sich gesünder zu ernähren oder disziplinierter zu arbeiten – so lauten die meisten der guten Vorsätze für das neue Jahr. Doch was bleibt davon übrig, wenn der Alltag im neuen Jahr begonnen hat?
Erstaunlich wenig, lautet die Antwort. 80% der guten Vorsätze im neuen Jahr scheitern, davon ein Viertel schon innerhalb der ersten Januarwoche – das fanden amerikanische Wissenschaftler heraus. Doch worauf ist diese hohe Quote zurückzuführen? Wir haben sieben Gründe ausfindig gemacht.
Sieben Gründe für das Scheitern
1. Unrealistisches Ziel
Viele Menschen neigen dazu, sich ein Ziel herauszusuchen, das zu hoch ist. Besser ist es, sich weniger als zu viel vorzunehmen. Finden Sie ein realistisches Ziel und setzen Sie es wirklich um, anstatt überfordert die Segel zu streichen.
2. Fremde Wünsche
Für wen möchten Sie Ihr Ziel erreichen? Entpuppen sich nämlich die Eltern, der Partner oder die Kollegen als die wahren Antreiber für Ihr Ziel, ist dieses zum Scheitern verurteilt. Entscheidend ist, dass das Ziel Ihr eigenes ist. Unterstützung durch andere ist hilfreich, darf aber nicht die einzige Motivation sein.
3. Teilziele fehlen
Haben Sie Ihr Ziel in Teilziele untergliedert? Wer sich dank messbarer Teilschritte bewusst auf dem Weg zum Erfolg befindet, motiviert sich ständig neu und bleibt am Ball. Wer dagegen nur das Ziel vor Augen hat, das noch in weiter Ferne liegt, ist schnell demotiviert und gibt auf.
4. Ungünstige Zielformulierung
Wie ist Ihr Ziel formuliert? Es besteht ein sehr großer Unterschied darin, ob Sie "nicht mehr so viel essen" oder "sich gesünder ernähren" möchten. Während das eine negativ formuliert ist und etwas verbietet, ist das andere positiv formuliert und erlaubt etwas. Entsprechend demotiviert der erste Vorsatz, wohingegen der zweite Vorsatz motiviert.
5. Nicht messbares Ziel
Das Ziel muss messbar sein - sonst fällt es schwer, oben genannte Teilziele zu berücksichtigen. Es besteht ein Unterschied darin, ob Sie sagen "Ich muss weniger rauchen." oder "Ich rauche nur noch eine Zigarette am Tag.“
6. Termine fehlen
Versehen Sie Ihr Endziel und Teilziele mit Terminen und halten Sie diese schriftlich fest. Zum Beispiel: „Ich werde am (Datum) nur noch drei Zigaretten am Tag rauchen können.“ Als Erinnerungshilfe können Sie sich kleine Merkzettel basteln, die Sie sich z.B. in den Geldbeutel legen oder an den Spiegel kleben.
7. Belohnung
Zu guter Letzt ist entscheidend, dass Sie sich für die eigene Disziplin belohnen. Das fällt leichter, wenn man sich oben genannte Teilschritte gesetzt hat und sich schon für das Erreichen eines Teilziels eine Belohnung gönnt. Denn ansonsten wäre erst das eigentliche Endziel die Belohnung wert und das kann unter Umständen noch dauern – schlimmstenfalls bis zum nächsten Jahr, wenn der Vorsatz erneut auf der Neujahrsliste zu finden ist...